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 Einführung in die persische Mythologie

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Hurricane
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BeitragThema: Einführung in die persische Mythologie   Mi Jun 24, 2009 12:21 pm

Liebe Forenmitglieder,

da zu meinen Interessensgebieten alte Religionen, d.h. auch die Mythologie alter Völker gehört, möchte ich nach und nach verschiedene mythologische Gestalten verschiedenster Kulturkreise einstellen.

Den Anfang möchte ich mit den Gestalten der persischen Mythologie machen.

Wünsch viel Spaß beim Lesen.

Liebe Grüße!
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BeitragThema: Afrasiab   Mi Jun 24, 2009 12:24 pm

Afrasiab

(persisch ‏افراسياب‎; avestisch: Fraŋrasyan; mittelpersisch: Frāsiyāv, Frāsiyāk und Freangrāsyāk) ist der Name eines mythischen Königs aus der iranischen Volkssage und Volksmythologie.

Afrasiab, der König von Turan, ist ein Nachkomme Fereydūns, ein Diener Ahrimans und der erbittertste und mächtigste Feind Irans und Ahura Mazdas. Afrasiab zieht mehrfach gegen Iran in den Krieg und ist u.a. für den Tod des iranischen Helden Siyawasch verantwortlich. Schließlich stellt sich der iranische König Kai Chosrau persönlich Afrasiab entgegen, und Afrasiab wird nach langem Kampf von Rostam besiegt und getötet.

Afrasiab als Name wird mehrfach in der Avesta erwähnt. Gemeinsam mit den Turaniern wird er als ein dunkler Iranier, das heißt als ein Iranier, der nicht die gute Religion Zarathustras befolgt, beschrieben.

Die turkstämmigen Karachaniden setzten Afrasiab mit dem legendären türkischen Volkshelden Alp Er Tunga gleich, auf den sie ihre eigene Abstammung zurückführten. Dies wird unter anderem vom türkischen Historiker Mahmoud Al-Kāschgharī (11. Jahrhundert) in seinem Divan Lughat al-Turk ("Enzyklopädie der türkischen Sprache") berichtet. Wahrscheinlich basierte diese Annahme auf eine Verwechslung, denn in Ferdousis „Schāhnāme“ wird tatsächlich ein gewisser Qarakhan als Sohn Afrasiabs angegeben. Jedoch handelt es sich dabei um keine historische Figur, sondern nachweislich um einen frei erfundenen Charakter.

Historisch entspricht Ferdousis Afrasiab wahrscheinlich einem oder mehreren Herrschern der Hephthaliten, die im 5. und 6. Jahrhundert mehr als 150 Jahre mit den sassanidischen Persern und ihren Verbündeten (u.a. die Gök-Türken) im Krieg standen, bevor sie durch Chosrau I., dem historischen Vorbild für Ferdousis Kai Chosrau, endgültig besiegt und vertrieben wurden.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Ahriman   Mi Jun 24, 2009 12:30 pm

Ahriman

Angra Mainyu ist ein avestischer Begriff, der in der zoroastrischen Theologie die Epitomie des Zerstörerischen repräsentiert. In den mittelpersischen Texten der zoroastrischen Tradition erscheint der Name als Ahriman.

Semasiologie

'Angra' ist das Gegenteil von 'Spenta', und die Übersetzung von 'Angra Mainyu' ist somit stark abhängig von der Übersetzung von 'Spenta Mainyu'. 'Mainyu' bedeutet in etwa 'Geist', 'Gedanke' oder 'Vorstellung'. 'Spenta' wird unter anderem als 'aufbauend', 'freigebig' oder 'heilig' übersetzt.

Als Antonym könnte 'Angra Mainyu' somit als 'zerstörerischer Geist' übersetzt werden. Dies ist auch häufig der Fall, denn die Idee des Zerstörerischem ist stellvertretend für einen Aspekt der Kernphilosophie des Zoroastrismus: dass das Universum in einen Kampf zwischen asha (Wahrheit, Ordnung, Sein und Existenz) und druj (Lüge, Chaos, Zerstörung des Seins) verwickelt ist.

Diese wortgetreue Übersetzung gilt jedoch nur für die ältesten Instanzen des Begriffs. Mit der Zeit wandelte sich die Abstraktion zu einem Eigennamen, stellvertretend für die Hypostase der Zerstörung.

Sprachentwicklungsbedingt wandelte sich das avestische 'Angra Maiynu' zu mittelpersisch 'Ahriman' und verlor damit die wortgetreue Bedeutung des Namens endgültig.

In der Avesta

In den Gathas
In den Gathas, dem ältesten Teil des Avesta, kommt der Begriff 'Angra Mainyu' nur ein einziges Mal vor. An dieser Stelle, in Yasna 45.2, ist der Begriff, wie die meisten anderen Begriffen der Gathas auch, nur ein reguläres Adjektiv- und Nomen-Paar. Hier wird „angra mainyu“ von den „freigebiger der beiden“ (Spenta Mainyu) als Widersacher in allen Belangen deklariert.

Ein ähnlicher Ausdruck erscheint auch an anderer Stelle in den Gathas, aber dort ist nicht angra mainyu, sondern aka mainyu („böser Geist“) der Widersacher Spenta Mainyus. An weiterern Stellen wird vom akem manah „böses denken“ und vom daebaaman „Betrüger“ gesprochen.

In der jüngeren Avesta
Erst in der jüngeren Avesta ist Angra Mainyu eindeutig Stellvertreter des Zerstörerischen.

Während in den älteren Texten der jüngeren Avesta noch Angra Mainyu und Spenta Mainyu sich bekriegen, wandelt sich die Situation schlagartig in der Vendidad. In diesen sehr späten Texten der Vendidad 1 (4. Jahrhundert v. Chr. wird allgemein angenommen) wird der Kampf nicht mehr von Angra Mainyu und Spenta Mainyu ausgetragen, sondern von Angra Mainyu und Ahura Mazda selbst. Hier hat die Figur des Mazdas die des Spenta Mainyus vollkommen assimiliert. Dieser Wandlung ist auch in Aristotle (zit. Diogenes Laertius, 1.2.6) belegt, in dem die Widersacher 'Ariemanios' und 'Oromazdes' genannt werden.

In der Tradition

Im Zurvanismus
Der Zurvanismus, eine ausgestorbene Form des Zoroastrismus, basierte auf einer Zwillingsbrüder-Doktrin, nach der Ahura Mazda und Angra Mainyu tatsächliche Zwillingssöhne des 'Vaters' Zurvan („Zeit“) waren.

Obwohl der Zurvanismus spätestens im 10. Jh ausstarb, waren die anti-zurvanistischen Polemiken die ersten, die den Westen erreichten, und prägten somit maßgeblich das Verständnis des Zoroastrismus. Dieser Zustand setzte sich fort, und obwohl akademisch längst überholt, prägt er bis heute das Allgemeinbild des Zoroastrismus, unter anderem die fixe Idee, dass der Zoroastrismus zwei Götter habe, oder dass Ahura Mazda und Angra Mainyu direkte Widersacher sind.

Dem Gebot des Ahriman sind alle anderen bösen Geister untertan und die „schlechten Geschöpfe“ – Giftschlangen, Raubtiere, Ratten, Mäuse, Ungeziefer – wurden von ihm geschaffen.

In den Religionsbüchern des 9./10. Jh.s
Nach den Angaben der mittelpersischen Religionsbücher des 9./10. Jh., wozu aber die Grundlagen schon im Avesta und in den Berichten der Griechen gegeben sind, verläuft die Weltgeschichte in vier Zyklen von je 3000 Jahren. Mit dem dritten Zyklus beginnt der Kampf zwischen Ahriman und den Geschöpfen des guten Geistes, der 6000 Jahre andauert. Dann wird Ahriman vernichtet und eine neue unvergängliche und glanzvolle Welt geschaffen werden.

In anderen Religionen und Weltanschauungen

Anthroposophie
Die Anthroposophie sieht in Ahriman ein Wesen, das in schädlicher Überspitzung des materialistisch-technischen Verstandes den Gegenpol zum rauschhaft schwelgenden, weltflüchtigen Luzifer bildet. Der Mensch müsse in sich mit Christus Hilfe die Mitte zwischen den beiden Wesen und deren Qualitäten halten.

Ahriman sei ein Geist, begabt mit einer die menschliche Fassungskraft übersteigenden, durchdringenden aber kalten Intelligenz, die er jedoch begierig in sich verschließe. Im Gegensatz zu Luzifer erscheine er daher als der Geist der Finsternis und der Widermächte, welcher der Menschenseele den Zugang zur seelisch-geistigen Welt verdunkeln und versperren möchte, um ihr Bewusstsein immer mehr an die physische Leiblichkeit zu ketten und einzuschränken.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Anahita   Mi Jun 24, 2009 12:46 pm

Anahita

Anahita ist der avestische Name einer antiken Zoroastrischen Gottheit (Yazata, "verehrungswürdige") des Wassers, und gleichzeitig die vergöttlichung des „Weltflusses“ der den kosmischen Ozean speist.

In der Liturgie des Avestas lautet ihr voller Name „Ardvi Sura Anahita“. Das Wort „Ardvi“ kommt im avestischen ansonsten nicht vor, und muss entsprechend als Eigenname gedeutet werden. Etymologisch rekonstruiert könnte es etwa „Feucht“ bedeuten. Dagegen sind „Sura“ („mächtig“ oder „heroisch“) und „Anahita“ (an-ahita „nicht beschmutzt“ oder „nicht unrein“) gewöhnliche Adjektive und erscheinen also solche auch in Verbindung mit anderen Yazatas. In der Tradition erscheint sie entsprechend als mittelpersisch „Ardwisur Anahid“ oder „Ardwisur Nahid“ oder nur „Ardwisur“ oder nur „(A)Nahid“. Letzteres bleibt auch die allgemeine neupersische Form, und ist ein beliebter Mädchenname sowohl unter Zoroastrier als auch unter den verschiedenen nicht-zoroastrischen iranischen Völkern.

Wasser (in allen Aggregatzuständen, avestisch: Apo, mittelpersisch/neupersisch: Aban) hat im zoroastrischen Glauben einen außerordentlich hohen Stellenwert, gleichgesetzt mit dem des Feuers, und es gibt insgesamt fünf zoroastrische Yazatas (unter anderem alle drei Ahuras) die direkt mit Wasser assoziiert sind. Als Vertreterin des „Weltflusses“ ist die Anahita von besonderer Bedeutung, nicht zuletz weil sie am meisten mit der Weisheit (Mazda) verbunden ist. Diese Assoziation ist ein Merkmal beider Flussgöttinen der indo-iranischen Sakralliteratur, also sowohl der zoroastrisch/iranischen Ardvi Sura Anahita wie auch der vedisch/indischen Saraswati.

In den Aban Yasht der Avesta wird Anahita - entsprechend die Verbindung zwischen Wasser und Fruchtbarkeit - als Beschützerin des Samens, des Uterus, der Mutterschaft und der Muttermilch beschrieben. In anthropomorphe Gestalt erscheint Anahita als schönes, junges Mädchen und trägt Gold und eine Sternenkrone. Ihr Wagen wird von vier Pferden gezogen, welche der Wind, die Wolken, der Regen und der Schneeregen sind.

Die Liturgie gibt Anahita auch martialische Eigenschaften (wortgetreu dieselben wie die Figur der Ashi „Glück, Grosszügigkeit“ besitzt), und sie wird in der Schlacht um Beistand angerufen. Gemäß des Aban Yashts verrichtete bereits den (mythologischen) König Haoshyangha Paradata (neupersisch: Huschang, wie in der Schāhnāme Firdausis) auf dem Berge Hara ein Gebet an Anahita und bat diese um Erfolg und Unterstützung.

Der achämenidische Großkönig Artaxerxes II. bittet in seiner Inschrift zu Susa die Gottheiten Ahura Mazda, Anahita und Mithras um Schutz. Als Folge der Adoption der Anahita als seine Schutzpatronin (bis ins 19. Jh blieb es üblich das Personen, Familien und Berufszweige einen Schutzpatron wählten), nahm die Position der Anahita eine äußerst hohe Stellung ein. In der fast 40. Jahren andauernde Regentschaft des Großkönigs entwickelte sich ein Anahita-Kult mit großer Anhängerschaft. Mehrere Jahrhunderte später ahmten die Arsaciden die Bräuche Artaxerxes (um ihren Anspruch auf Herrschaft zu festigen behaupteten die Arsaciden von Artaxerxes II abzustammen, und übernahmen nicht nur seinen Namen, sondern auch seine Bräuche), und pflegten entsprechend eine Sonderstellung Anahitas.

Im Zuge der arsacidischen Herrschaft in Armenien - wo die interne Konsistenz des iranischen Pantheons (und mythologisches Geflecht) einer untergeordneten Rolle spielte - entwickelte sich die Anahita dann allmählich zu einer (fast-)eigenständigen Gottheit, und - als Anahit im Triumvirat mit Aramazd (Armenisch/Parthisch für Ahura Mazda) und Vahagn-Vram (Armenisch/Parthisch für Verethregna) - als Schutzpatronin des gesamten Staates. Zu dieser armenischen Form des Kultes soll die sakrale Promiskuität gehört haben.

Durch synkretische Einflüsse, von der mesopotamischen Ischtar wie auch - während der Ära der hellenistisch-geprägten Seleuziden und Arsaciden - mit Aphrodite-Venus, nahm Anahita Eigenschaften an die nicht aus den älten iranischen Quellen bekannt sind. Im Zuge solcher Einflüsse (ähnliches erfolgte auch z. B. für Zeus/Jupiter-Ahura Mazda, Hades/Pluto-Angra Mainyu, Apollon-Mithras, Herkules/Mars-Verethregna usw), wurde Anahita auch mit den Planeten Venus identifiziert und im Iran bekam der Himmelskörper auch ihren Namen. (Der alte iranische Namen des Planeten Venus war Mithra, wie es auch in alt-griechischen Texten und bis Heute in manchen neu-iranischen Dialekten noch belegt ist. Dieses änderte sich ebenfalls in der hellenistischen Ära durch die Verschmelzung der Figur Mithras mit der des Apollon und/oder Schamasch. Dadurch verlor aber wiederum der ur-iranische Hvare-kschaeta, neupersisch "Khorshid", seine Rolle).

Der neunte Tag sowie der achte Monat des Jahres sind im zoroastrischem Kalender dem Wasser geweiht, und unter dessen Schutz. Entsprechend wird Anahita weiterhin von Zoroastriern am Namenstag des Wassers gefeiert, insbesondere am Abanagan, der neunte Tag des achten Monats. Als Aban ist das Wasser auch der Name des achten Monats des iranischen Zivilkalenders von 1925.


Anahita-Tempel zu Bishapur. Iran.


Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Anaya   Mi Jun 24, 2009 1:29 pm

Anaya

Im Glauben der Athapasken sind die Anaya dämonische Ungeheuer. Sie sollen monströse, abstoßende Kreaturen sein, die zum Teil keinen Kopf oder keine Gliedmaßen besitzen. Diese Wesen werden angeblich von Jungfrauen geboren und sollen Menschen zu töten vermögen, indem sie ihnen in die Augen sehen. Manche scheinen hier Vergleiche zum "bösen Blick" aus der persischen Mythologie ziehen zu wollen; ein gemeinsamer Ursprung scheint jedoch ausgeschlossen.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Arash   Mi Jun 24, 2009 1:32 pm

Arash

Kay Ārash (wörtl. König Ārash), eigentlich Kavi Arshan (Avesta) bzw. Eraxshan (Altpersisch), in lateinischer Schrift überwiegend Ārash (persisch ‏آرش‎ - [ɒːˈraʃ]) geschrieben, ist ein mythischer Held der iranischen Volkssage.

Die Legende

Ārash war ein Bruder des Kai Kawous'. Der Legende nach opferte er sich im Krieg gegen Turan, um die Grenzen des antiken Iran in Zentralasien zu verteidigen. Die Legende vom „Bogenschützen Ārash“ hat seinen Ursprung – wie die meisten iranischen Volkssagen – im avestischen Zentralasien (siehe: Khorasan, Transoxanien).

Der Legende nach standen die Iraner kurz vor einer Niederlage und die Heere Turans waren bis zum Ufer des kaspischen Meeres vorgedrungen. Um die „Iraner“ zu demütigen, boten die „Turanier“ ihnen an, einer ihrer besten Männer solle einen Pfeil abschießen, der dann die Grenze zwischen Iran und Turan bestimmen sollte. Der Krieger Ārash meldete sich freiwillig und bat den Gott Ahura Mazda um Beistand. In diesem Moment verschmolz Ārashs Seele mit dem magischen Pfeil, sein Körper fiel zu Boden und starb, und der Pfeil flog, angetrieben vom Geist Ahura Mazdas, vom Südufer des kaspischen Meeres über 2500 km in die Steppen Zentralasiens. So wurde diese Region für Jahrhunderte die von Ahura Mazda beschützte Grenze zwischen den Iraniern und den Völkern Turans.

Bedeutung und Wurzeln

Ārash ist einer der beliebtesten Helden der iranischen Mythologie. Sein Name ist gleichzeitig ein Synonym für „Pfeilspitze“, „Mut“ und „Klugheit“. Ihm zu Ehren feiert man noch heute das Tirgân-Fest.

Die Prinzen Kāūs und Ārash werden in den Schriften Zarathustras erwähnt. Vermutlich gehörten sie zu einem Adelsstamm der Arier, die ca. 2500 v. Chr. in Zentralasien und ins Hochland von Iran einwanderten und Vorfahren der Baktrier und Sogdier wurden, und somit die Vorfahren der heutigen Perser bzw. Tadschiken.

Der Name Ārash leitet sich womöglich aus dem avestischen Wort arsha [arshan] ab, was „mutig“ und „tapfer“ bedeutet.

Vermutlich kann man hier auch Parallelen ziehen zu Arjuna, einem Bogenschützen aus der hinduistischen Bhagavad-Gita, der mit Krischna befreundet war und diesen um Beistand bat. Nebst anderen, deutlichen Parallelen der beiden Legenden deuten auch Alternativbedeutungen des Namens auf einen gemeinsamen Ursprung mit der Legende von Arjuna, denn Ārash (Derakhshandeh, Derakhshân) als reine Bedeutung, abgesehen von Mythen, heißt – wie auch Arjuna – „hell“, „leuchtend“, „glänzend“.


Statue von Arash.


Quelle: wikipedia.org
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BeitragThema: Azhi Dahaka   Mi Jun 24, 2009 1:35 pm

Azhi Dahaka

Azhi Dahaka oder Azi Dahaka ist ein Erzdämon aus der persischen Mythologie. Die mittelpersische Variante des Namens ist Zahâk.

Dieser, als Sturmdämon bekannte Gott wurde als Schlange oder Drache mit 3 Köpfen und 6 Augen dargestellt. Er ist ein Daeva, ein Diener Ahrimans und wenn dereinst Frasho-Kereti (vergleichbar mit der Apokalypse) anbricht, wird er von Thraetaona an den Berg Damavand gebunden und schließlich von Keresapa in den Feuerstrom Ayohshust geworfen.

Diese Geschichte wurde auch von Ferdousi in seinem Schahnama übernommen. Zhahâk, ein König mit zwei angewachsenen Schlangenköpfen auf den Schultern, ist der Tyrann, der durch den Schmied Kaweh an einen Felsen am Fuße des Berges Damavand gebunden wird.

Die Legende von Zahâk und Kaweh spielt eine zentrale Rolle für das iranische Neujahrsfest Nouruz.

Von den Persern wurde damals Azi Dahaka für die 1000jährige Unterdrückung durch die Babylonier und Assyrer verantwortlich gemacht.

Etymologie

Aži (Nominativ Ažiš) ist der iranische bzw avestische Wort für Schlange oder Drachen. Sein Gegenstück im Sanskrit ist Ahi. Aži ist entfernt verwandt mit dem griechischen Ophis und dem lateinischen Anguis, die beide Schlange bedeuten.

Die Bedeutung des Wortes Dahāka ist nicht eindeutig. Einige Möglichkeiten sind Brennen (vgl. Sanskrit Dahana), Mensch oder Menschenähnlich (vgl. Khotanisch Daha), Gross (vgl. Paschto Lōy) oder Fremd (vgl. Skythisch Dahae und Sanskrit Dasas. In der persischen Mythologie wird das Wort Dahāka als Eigenname aufgefasst. In der Schahnama kommt es als Ḍaḥḥāk (Zahhāk) vor.

Aži Dahāka ist der Ursprung des persischen Wortes für Drache: Azhdahā oder Ezhdehā. Mittelpersisch Azdahāg (‏اژدها‎).

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Daeva   Mi Jun 24, 2009 1:40 pm

Daeva

Daevas (avestisch) waren nach der Auffassung Zarathustras noch nicht die unheilvollen Wesen, die sie in der jüngeren Awesta verkörpern; für den Religionsgründer sind die Daevas noch Götter, die abzulehnen sind weil diese zwischen Wahrheit (asha) und Lüge (druj) nicht unterscheiden könnten.

In der jüngeren Awesta sowie in der zoroastrischen Tradition und später auch in der Schahnama sind die Daevas unheilvolle - zum größeren Teil dämonische - Wesen, die als Gegenspieler der Yazatas („Verehrungswürdigen“) fungieren.

In den Textern der zoroastrischen Tradition, insbesondere im Bundahischn, wird die Horde der Daevas - mittelpersisch dews - als böse gesinnte Diener Ahrimans (avestisch: Angra Mainyu) aufgestellt. Sieben dieser unzähligen Repräsentationen aller erdenklichen Übelkeiten fungieren als Erzdämonen und als direkte Kontrahenten zu den sieben Amesha Spentas.

Das Konzept sowie zehn der zoroastrischen Daevas finden sich als neupersische Divs in der Schahnama der iranischen Mythologie wieder. Sie entsprechen den armenischen Devs.

Liste der Daevas

Aeshma

Aeshma (avestisch: „Raserei“) ist ein Dämon aus der Awesta. In der zoroastrischen Tradition erscheint er als mittelpersisch Eschm oder Kheschm; in der Schahnama der iranischen Mythologie als neupersisch Kashm.

Aeshma wird oft irrtümlicherweise mit Asmodis gleichgesetzt, letzteres ist jedoch eine eigenständige Figur des Judentums, und damit auch in der Christlichen Tradition. Der Name Asmodis leitet sich jedoch wahrscheinlich von dem avestischen *Aeshma-daeva ab.

Aeshma ist ein sogenannter Daeva, eine Bezeichnung für unheilbringende Geister und Dämonen, die Begierde und Zorn über die Menschen bringen. Aeshma gilt als Personifikation von Gier, Mord, Rausch und Zorn und ist der Feind der Rinder.

Er wurde vielfach als einer der sieben Erzdämonen des Zoroastrismus gesehen, mehrfach wird er aber auch als kleiner, haariger Dämon geschildert, der die Menschen zu Grausamkeiten verleitet.

Aeshma ist auch bekannt dafür mit seinem Verbündeten Astovidatu zum Himmel aufsteigende Seelen zu rauben, was ihn zum erklärten Feind des Seelenführers Sraosha macht, diesem wird Aeshma aber im endgültigen Kampf mit dem Bösen unterliegen.

Agash

Agash (avestisch „böser Blick“) ist eine Dämonin aus der Persischen Mythologie. Der Dämon gehört zu der Gruppe der Daevas und ist die Personifizierung der Schäden und Flüche, die man durch den Sehsinn anrichten und erleiden kann. Mit Hilfe dieses bösen Blickes können Krankheiten und Pechsträhnen verursacht werden. Sie bringt Leid, Krankheit und Tod über die Menschen, weshalb sie in der altiranischen Mythologie das Prinzip „Verderben“ verkörpert.

Sie ist auch eine der sieben Drugs oder Drujs, Erzdämonen, die Ahriman dienen.

Der „böse Blick“ kann ohne eigenes Zutun oder in vollem Bewusstsein des Opfers, dessen Blick er kreuzt, sogar dessen Tod verursachen.

Akatash

Akatash (persisch: „Der Böses schafft“) ist in der persischen Mythologie einer der Daeva/Erzdämonen, welche Zoroaster zu schaden versuchten. Er ist der „Versucher“ und sucht die Menschen zu bösen Taten zu bewegen.

Apaosha

Apaosha ist der avestische Name des zoroastrischen Dämons der Dürre.

Wie alle anderen Daevas (zoroastrische Dämonen) auch, ist Apaosha der Widersacher eines bestimmten Yazatas, in diesem Fall von Tishtyra, Stellvertreter des Regens. Sowohl in der Avesta wie auch in den Texten der zoroastrischen Tradition (8.-10. Jh.) wird Apaosha als kahlen, schwarzen Ross dargestellt, der ab den heliakischer Aufgang (Aufgang bei Sonnenaufgang) des Sternbildes Sirius (Av. Tishtrya) die Regenzeit zu verhindern versucht. In der Tradition (aber in der Avesta nur angedeutet) wird der bevorstehende Saisonwechsel als ein alljährlicher und 40-Tage andauernde Kampf zwischen dem schwarzen Ross (Apaosha) und dem weißen Schimmel (Tishtrya) beschrieben.

Die Tradition nach findet ein ähnlicher Kampf im Winter statt; in diesem versucht Apaosha (als Frost) das auftauen der Erde zu verhindern. Auch diese Tradition steht im Zusammenhang mit dem Aufgehen des Hundsterns, hier der akronychischer Aufgang (Aufgang bei Sonnenuntergang), der vor 2.500 Jahren am 21-26. Dezember stattfand (siehe hierzu Cambridge History of Iran, Bd. II, S. 787). Bis Heute findet das 5. Gahambarfest – eines der sieben heiligsten Tage im zoroastrischen Kalender – am 21. Dezember statt (im islamischen Iran wurde das 5. Gahambarfest als Fest zur Wintersonnenwende umgedeutet).

Wie alle Konflikte zwischen Gut und Böse, soll auch der zwischen Apaosha und Tishtrya am Ende der Zeit (Frasho-Kereti, die “Endgültige Erneuerung”) zugunsten des Guten entschieden werden, und Apaosha wird dann endgültig den Tishtyra unterliegen.

Die 40-Tage der im Sommer stattfindenden Kampfes entsprechen die 30 Hundstage der römisch-europäischen Tradition. Zu ähnlichen mythologisch-astrologischen Verflechtungen wie die zwischen Sirius/Tishtrya und Wasser/Fruchtbarkeit siehe Sirius in Sumer und Mesopotamien sowie Sirius in Ägypten. Einen Einfluss dieser Kulturen auf der zoroastrisch-Iranischen Kultur (vor allem in astrologisch-kalendarischen Belangen) wird allgemein angenommen.

Im heutigen islamischen Iran besteht die alte Tradition der harten Sommer- und Wintertage in stark veränderter Form und mit sufistischer Deutung. Nur der Name dieser Perioden – chelleh “vierzig” – weist noch auf die vorislamische Tradition, gleichwohl keines der beiden Perioden noch als 40-Tägig wahrgenommen wird. Ein Hauch zoroastrischen Tradition wurde im iranischen Kalender von 1925 wiederbelebt, dessen Monat «Tir» (avestisch Tishtrya) wieder in July-August liegt, also wieder in etwa die Hundstage entsprechend. Die Winterperiode wurde ebenfalls am Solargeschehen geknüpft, beginnend in der Nacht zur Wintersonnenwende (d.h. wird von der allgemeinen iranischen Bevölkerung als solches verstanden), und eingeläutet von einem Fest der aber weiterhin als Shab-e Chelleh “Nacht der Vierzig (Tage)” bekannt ist.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Dschamschid   Mi Jun 24, 2009 1:42 pm

Dschamschid

Dschamschid (persisch ‏جمشید‎) oder auch kürzer Dscham (persisch ‏جم‎) oder Yima in avestisch ist eine iranische und speziell zoroastrische mythologische Figur.

Etymologie

Der Name Dschamschid besteht aus zwei Teilen, Dscham und Schid. Diese stammen von den ursprünglichen avestischen Wörtern Yima und Xšaēta ab. Diese wiederum von den protoiranischen Wörtern *Yamah Xšaitah.

Das Wort Yima und das verwandte Sanskritwort Yama kann als Zwilling übersetzt werden. Demnach könnte das Wort Zwilling auf einen ursprünglichen indoiranischen Glauben hindeuten, was aber in der iranischen Mythologie nicht belegt ist.

Unter der Umwandlung des Y in ein Dsch und dem Verlust der Endsilbe wurde aus dem avestischen Yima das mittelpersischen Dscham.

Xšaitah bedeutet Scheinend, Hell oder Strahlend. Mit der Weiterentwicklung der iranischen Sprachen wurde aus Xšaitah das Wort Shēd (Xš → š (sch); ai → ē; t → d zwischen Vokalen und der Verlust der Endsilbe). In den westiranischen Sprachen wie persisch wurde aus dem ē ein i, so dass es im Iran Dschamschid heißt, während es in Afghanistan und Tadschikistan Dschamschēd heißt.

Dschamschid ist heute noch ein beliebter Name. In der Türkei ist der Name zu Cem verkürzt und ebenfalls besonderes unter Aleviten verbreitet.

Parallelen zwischen dem Yima aus der Avesta und dem Yama aus den Veden

Yima ist der Sohn des Vivaŋhat und ebenso ist Yama der Sohn des Vivasvat. Der Name des Vaters lässt sich in beiden Fällen mit "Er, der ausstrahlt".

Aber im Gegensatz zu Yima ist der Yama aus den Veden der erste Mann auf Erden und Yami seine Gefährtin. Dagegen heißt das erste Menschenpaar in der Avesta Maschya and Maschyana.

Yima in der Avesta

Als Zarathustra seinen Gott Ahura Mazda fragt, mit wem er zuerst die Daena, also die religiösen Lehren, die religiöse Ordnung besprochen habe, teilte der ihm mit, das sei Yima (ältere Form von Dschamschid) gewesen. Da dieser aber die Bitte Ahura Mazdas abgelehnt habe, die Daena in Erinnerung zu bewahren und zu unterstützen, habe er ihn zum Aufseher und Beschützer der Welt und des Viehs gemacht, zum ersten Herrscher (Vendidad 2,1-5). Als Insignien erhielt Yima ein goldenes Ring und einen Stab .

Unter Yima lebten alle guten Menschen ein Leben ohne Krankheit und Armut. Da damals die Lebewesen noch nicht starben, war die Erde aber nach dreihundert Wintern überfüllt. Auf eine Warnung von Ahura Mazda wandte Yima sich mit seinen Herrscherinsignien Ring und Stab an die Amschaspand, die wohltätigen Unsterblichen der Erde und bat sie die Erde um ein Drittel auszudehnen, so dass mehr Menschen und Vieh ernährt werden konnten (Vendidad 2,8-19). Aber nach sechshundert Jahren stellte sich wieder das gleiche Problem. Also bat Yima die Geister sich wieder auszudehnen. Sie tat es. Nach neunhundert Jahren war die Erde wieder überfüllt, so dass Yima wieder die Geister bitten musste.

Der Text der Avesta berichtet weiter, dass Ahura Mazda eine Versammlung der Verehrungswürdigen, des Yima und der Menschen im ersten perfekten Lande Airyanem Vaejah einberief. Er kündigte einen großen langen Winter an. Yima sollte die Menschen und Geschöpfe schützen, indem er auf Geheiß Ahura Mazdas eine Festung (Aevstisch Vara) errichtete, in der er die Samen von körperlich makelosen Menschen, Tieren, Pflanzen und Feuer zusammentrug. In der Festung brannten besondere Lichter und den Menschen kam ein Jahr wie ein Tag vor (Vendidad 2,20-41). Yima errichtete die Höhle indem er mit seinem Fuß aufstampfte und die Erde wie Ton formte. Er baute Gebäude und Straßen und brachte fast 2000 Menschen dorthin. Nach der Vollendung versiegelte er die Vara mit einem goldenen Ring.

Ein wesentlich älterer mittelpersischer Text, der sich als Auslegung noch älterer Dokumente versteht, sagt vorher, dass der Mörder Zarathustras der Tur Bratoreres in der Endzeit hervortreten wird und im Winter schlimme Regenfälle, im Sommer Schneefälle und Hagel verursachen wird, so dass alle Menschen sterben werden. Die Erde werde dann von der Festung Yimas aus wiederbesiedelt. (Großer Bundahisn 33,30)

Dschamschid in der Folklore und der Schāhnāme

Mit der Zeit wurde aus dem Yima der Avesta der große König (pers. Schāh) Dschamschid der persischen Legenden und Mythologien.

In der Schāhnāme von Ferdousī ist Dschamschid der vierte König der Welt aus dem Geschlecht der Kayaniden. Er gebot über alle Bestien, Dämonen und Engeln der Welt. Er war König und gleichzeitig oberster Priester des Ormozd (mittelpersisch für Ahura Mazda). Als mächtiger König ersann er allerlei Erfindungen, die das Leben der Menschen vereinfachten. So erfand er das Weben und Färben von Stoff, Wolle und Seide. Er baute Rüstungen und Waffen. Er legte Minen an und baute Häuser aus Ziegeln. Er ersann das Parfüm, den Wein und die Navigation auf See. Seit den Tagen des ersten Königs Gayomarth, wo die Menschen noch unzivilisiert waren, lebten die Menschen nicht besser als zu Zeit Dschamschids.

König Dschamschid teilte die Menschen in vier Klassen ein:

Priester
Krieger
Bauer
Handwerker

Dschamschid hatte als mächtigster Herrscher einen königlichen Schein, der durch göttliche Gunst über seinen Haupt schien. Eines Tages erhoben ihn seine Diener samt Thron in den Himmel und Dschamschid flog durch die Luft. Seine Untertanen preisten und lobten ihn. An diesem Tag, der der erste Tag im Monat Farvardin war, wurde zum ersten Mal das Fest Nouroz gefeiert. Bei den Parsen in Indien heißt dieser Tag immer noch Jamshēd-i Nawrōz.

Es wird gesagt, dass Dschamschid einen Kelch hatte aus dem er das Elixier der Unsterblichkeit trank (Dschām-e Dscham ).

Mit der Herrschaft, die 700 Jahre dauerte, wuchs auch der Stolz Dschamschids. Er vergaß, dass all seine Macht und Können ihm von Gott gegeben worden ist. So beanspruchte Dschamschid, dass ihn die Menschen mehr anbeten sollten als Gott. Damit erlosch Dschamschids Schein und die Menschen rebellierten gegen ihn. Dschamschid bereute seine Taten, doch sein Ruhm war vergangen. Bald brach ein Krieg aus, als Zahak, der ein Diener Ahrimans war, Dschamschid angriff. Die Untertanten unterstützten Zahak. Dschamschid floh vor ihm durch die ganze Welt, wurde aber doch von Zahak gestellt und ermordet. Die Menschheit fiel wieder in dunkle Zeiten ohne Zivilisation zurück.

Jahrhundertelang glaubten die Menschen, dass Persepolis die Hauptstadt Dschamschids war. Die Stätte wurde daher auch Tacht-e Dschamschid (Der Thron des Dschamschids) genannt. Genauso wurden auch die Gräber mit Skulpturen der Könige der Achaemeniden und der Sasaniden für Abbilder des Helden Rostam gehalten. Die Stätte heißt daher heute immer noch Naqsh-i Rustam.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Esfandiyar   Mi Jun 24, 2009 1:47 pm

Esfandiyar

Esfandiyar auch bekannt als Esfandyar oder Asfandyar (persisch ‏اسفنديار‎) war ein legendärer iranischer Held. Er war der Sohn und Kronprinz des Kayaniden König Goshtasp (Mittelpersisch: Wishtasp vom Avestischen Vishtaspa) und Bruder des heiligen Paschotan (Mittelpersisch: Peshotan, Avestisch: Peshotanu).

Der persoarabische Name Esfandiyar leitet sich vom Mittelpersischen Spandadat oder Spandyat ab (Der Unterschied ergibt sich aus der Vieldeutigkeit der Mittelpersischen Schrift), welches selber vom Avestischen Spentodata mit der Bedeutung „Gegeben aus Großzügigkeit“ oder „Gegeben von den Heiligen“ bedeutet (Für andere Bedeutungen des Wortes Spenta siehe Amesha Spenta). Das medische rekonstruierte Wort *Spendata stand wahrscheinlich Pate für den Namen eines persischen Politikers aus dem 5. Jh. v. Chr., dessen Name sich vom griechischen Sphendadates ableiten lässt. Eine sassanidische Adelsfamilie mit Namen Spandyat trägt ebenfalls eine Variante des Namens Spandadat. Wie viele andere hatte diese Familie ihren Namen von dem Geschlecht der Kayaniden übernommen, um sich zu legitimieren und das Alter ihres Geschlechts zu betonen.

Im Schāhnāme

Der Esfandiyar der Legenden ist durch seinen tragischen Kampf gegen Rostam bekannt, der in Firdausis Buch der Könige, dem Schāhnāme, beschrieben wird. Es ist eines der längsten Kapitel und eines seiner Höhepunkte:

Esfandiyars Vater Goshtasp verspricht ihm den Thron, wenn dieser eine Invasion in den weit entfernten Provinzen zurück schlagen kann. Esfandiyar gelingt dies, sein Vater hält ihn aber hin und schickt ihn auf eine neue Mission, um eine Rebellion in Turan zu unterdrücken. Esfandiyar ist wieder erfolgreich und nach seiner Rückkehr versucht ihn sein Vater erneut wegzuschicken und beauftragt den jungen Helden - obwohl er durch eine Prophezeiung weiß, dass Esfandiyar durch Rostam sterben wird - Rostam wegen seiner Arroganz und fehlendem Respekts gegenüber dem König in Ketten legen zu lassen und zum Hof zu bringen. Anfangs widerspricht Esfandiyar und erinnert seinen Vater an Rostams Ruhm, hohes Alter und seine Dienste für das Reich, aber schließlich fügt er sich dem Wunsch seines Vaters und bricht zu Rostam auf.

Nachdem er das Haus Rostams erreicht, überbringt ihm Esfandiyar die Nachricht. Rostam lehnt es ab, in Ketten gelegt zu werden, erklärt sich jedoch bereit, den jungen Prinzen zu seinem Vater zu begleiten. Esfandiyar beharrt auf den Ketten, Rostam kann sich jedoch durchsetzen, macht allerdings einige Zugeständnisse, und so treffen sich beide schließlich zu einem Zweikampf. Da Rostam nicht weiß, dass Esfandiyar zuvor ein Bad der Unverwundbarkeit genommen hatte, gelingt es Esfandiyar im nun folgenden Kampf, den Schüssen Rostams auszuweichen, während der Held selbst ernsthaft verwundet wird.

Rostam bittet um eine Pause, um seine Wunden zu pflegen und zieht sich zurück, wo er dann das Geheimnis der Schwäche Esfandiyars erfährt: Als Esfandiyar im Bad der Unverwundbarkeit schwamm, hatte er seine Augen geschlossen. Dadurch konnte der junge Prinz besiegt werden. Als Rostam dies herausfindet, versieht er einen gegabelten Pfeil mit einer Feder des Simurgh und einem Zweig von einem Tamariskenbaum. Bei der Fortsetzung des Kampfes am folgenden Morgen wird Esfandiyar durch einen Schuss ins Auge getötet.


Rostam und Esfandiyar


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BeitragThema: Fereydūn   Mi Jun 24, 2009 1:50 pm

Fereydūn

Fereydūn, auch Faridun, Feridun,Afridun, Fereydoon oder Feraidun (persisch ‏فریدون‎‎), ist eine Gestalt der persischen Mythologie. Er ist der sechste mythische Urkönig und wird im sechsten Buch der Schāhnāme, auch Shah-Nâma, dem persischen Königsbuch des persischen Dichters Abū l-Qāsem-e Ferdousī (940/41–1020) beschrieben.

Name und Ursprung

Der Name Fereydūn wurde in mittelalterlichem persisch Firēdūn und in mittelpersisch Frēdōn ausgesprochen. Die avestische Urform ist Θraētaona. Die avestische Form ihrerseits läßt sich durch Anwendungen der Lautverschiebungen auf das Protoiranische *Θraitaunah und auf das Protoindoiranische *Traitaunas zurückführen. *Traitaunas kann als Der große Sohn des Gottes Tritas übersetzt werden. In den Veden kommt *Tritas als Trita und in der Avesta als Θrita vor. Der Name bedeutet übersetzt Der Dritte, so dass davon ausgegangen werden kann, dass Tritas mit zwei anderen Göttern eine Trinität bildete.

In den Veden besteht diese Trinität aus Trita und den Göttern des Windes und des Donners. Trita wird dort auch Āptya genannt. Āptya hingegen ähnelt dem Namen Āθβiya, dem Vater Θraētaonas in der Avesta.

Fereydūn in der zoroastrischen Literatur

In der Avesta ist Θraētaona der Sohn des Āθβiyas und wird dem entsprechend Āθβiyāni (dt. Aus dem Hause des Āθβiyas) genannt. Ursprünglich erlegte Θraētaona den Drachen Aži Dahāka, während er in späteren Zeiten Aži Dahāka bzw. Zuhhāk an einen Berg anketten ließ.

Fereydūn in der Schāhnāme

Mit der Hilfe von Kaveh, der seine Schmiedeschürze als Flagge des Aufstandes benutzt, besiegte er den fünften Urkönig Zuhhāk und wird sein Nachfolger und König der Welt. Danach teilte er die Welt unter seinen Söhnen Salam, Tur und Iradj auf. Iradj erhielt mit Iran den Herzstück des Reiches. Salam erhielt den Westen des Reiches mit Kleinasien. Tur bekam alles Land jenseits des Oxus, das fortan Turan heißt. Unter seinen Söhnen brach ein Krieg um das ganze Reich aus. Iradj wurde in diesem Krieg von seinen Brüdern ermordet. Am Ende bestimmte Fereydūn den Enkel seines Sohnen Iradj Manotschir zum neuen Herrscher.

Fereydūn gilt als Symbol fürs Gute, Gerechtigkeit und Gabe.

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BeitragThema: Gayomarth   Mi Jun 24, 2009 5:56 pm

Garyomarth

Gayōmarth bzw. Gajomartan (Kayōmarth, persisch ‏کیومرث‎ übersetzt „Sterbliches Leben“; andere Namen: Gaja Maretan, „Gajomard“ auf Pehlewi , „Kajumars“ im Schahnameh) ist in der persischen Mythologie (Yasht 13,87) der erste Mensch bzw. menschliche König.

Er ist „strahlend wie die Sonne“, eine große und beeindruckende Gestalt, die aus Erde geschaffen wurde; er war genauso breit wie hoch. Durch ihn entstand die Kultur; er brachte den Menschen die erste Kleidung (Leopardenfell) und Nahrung. Seine Herrschaft währte dreißig friedliche Jahre auf Erden und sein Sohn und ganzer Stolz – Sijāmak – sollte dessen Nachfolge antreten. Der übelgesinnte Böse Geist Angra Mainju (Ahriman) sann auf Vernichtung des Königreiches, indem er Sijāmak zum Kampfe herausforderte und diesen schließlich in zwei Hälften teilte.

Durch Vorahnung des Geschehens bestimmte Gayōmarth seinen Enkel Huschang (Hōšang) zum Nachfolger, der schließlich seinen Vater Sijāmak rächen sollte.

Die Mythologie sagt, dass sein Samen nach seinem Tode von der Sonne geläutert wurde. Vierzig Jahre, nachdem er der Erde zurückgegeben wurde, wächst aus seinem Samen eine Rhabarberpflanze, aus der sich dann der erste sterbliche Mann (Maschja) und die erste sterbliche Frau (Maschjanag) bilden.

Diese beiden ersten Menschen verehrten, von Angra Mainju getäuscht, ihn als Schöpfer und begingen so ihre erste Sünde. Statt in Frieden zu leben, irrten sie in Verderbnis und im Bösen. Erst nach 50 Jahren bekamen sie Zwillinge, welche aber von ihnen selbst verschlungen wurden.

Nach langer Unfruchtbarkeit bekamen sie abermals Zwillinge, welche nicht nur den Ursprung der menschlichen Rasse begründeten sondern insbesondere auch die der Iraner und ihrer verschiedenen Stämme.

Zitat aus Bundahischn XV, 1-9):
Zitat :
Über die Beschaffenheit des Menschen heißt es in der Offenbarung, daß Gajomard, als er im Sterben lag, Samen von sich gab; dieser Samen wurde von der Bewegung des Sonnenlichts vollständig geläutert [...] und in vierzig Jahren sowie den fünfzehn Jahren ihrer fünfzehn Blätter wuchsen in Gestalt einer Rivaspflanze [Rhabarber] mit einem Stiel Matro und Matrojao [Maschja und Maschjanag] aus der Erde in der Weise, daß ihre Armen hinten und auf ihren Schultern ruhten, und einer mit dem anderen verwachsen, waren sie miteinander verbunden und sich beide gleich [...]. Und beide änderten ihr Gestalt von einer Pflanze in die eines Menschen, und der spirituelle Atem ging in sie ein, der die Seele ist; [...] Ahura Mazda sprach: „[...] Ihr seid Menschen, ihr seid die Vorfahren der ganzen Welt, und ihr seid von mir geschaffen in vollkommener Frömmigkeit; erfüllt voll Frömmigkeit die Pflicht des Gesetzes, [...] sprecht gute Worte, tut gute Taten und verehrt keine Dämonen[...].“ Aber später fuhr Feindseligkeit in ihr Denken, und ihr Denken war völlig verderbt, und sie verkündeten, daß der böse Geist das Wasser und die Erde, die Pflanzen und die Tiere geschaffen.

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BeitragThema: Hom   Mi Jun 24, 2009 5:57 pm

Hom

Hom ist ein persisches Schöpfungs-, Ur- und Gesetzeswort (Honover: es werde!). Der ‚König des Lichtes‘, oder Ahura Mazda, ist im Zoroastrismus eine Emanation aus dem ursprünglichen Licht und formte oder kreierte mit dem Aussprechen des Wortes „Honover“ (Ahuna-Vairya), eine reine und heilige Welt. Hom symbolisiert in verschiedenen Momenten z. B. Geist und Mensch (vgl. Humanität und Hominus). Das Wort wird in den ersten Geschichten des Zend-Avesta der Baum des Lebens genannt. Om ist mit dem Wort verwandt, oder meint sogar dasselbe, und ist noch jetzt der buddhistische Begriff von der höchsten und heiligsten Intelligenz des Weltalls und über den Kreislauf der Seelenwanderung erhaben, und es ist ebenfalls etymologisch durch seine Ähnlichkeit affin zu dem sanskritischen Wort Soma, dem Rauschgetränk der Götter aus der Rig Veda.

Der Prophet Hom (Homanes), eine mythologische Figur aus der persischen Kultur, der unter dem sagenhaften Dschamschid lebte, ist der erste Verkünder. Hom ist die höchste Gottheit, deren Namen nicht laut ausgesprochen werden darf. Die sagenhafte Person Hom wurde von Ahura Mazda unter der Herrschaft des Dschamschid hervorgerufen, um das göttliche Wort anzukündigen und begründete die Magie, indem sie eine Priesterschaft schuf, die beauftragt wurde, die Tradition zu wahren und ihre Dogmen zu verbreiten. Zoroaster soll nur die Religion von Hom reformiert haben.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Huschang   Mi Jun 24, 2009 5:59 pm

Huschang

Huschang (persisch ‏هوشنگ‎ Hōšang, auch Haoschanha im Avesta), der zweite menschliche König in der persischen Mythologie, sollte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Menschheit einnehmen. Er ist der Sohn von Sijāmak (auch Siamak oder „König der sieben Länder“) und Enkel von Gayomarth. Zunächst rächte er den Tod seines Vaters. Er trat Ahrimans Sohn mit einer großen Armee aus Feen, Leoparden, Tigern, Löwen, Wölfen und Vögeln entgegen und besiegte ihn, indem er den schwarzen Dämon fesselte und dessen hässlichen Kopf abschnitt.

Er entdeckte durch Zufall das Geheimnis des Feuers, durch dieses Wissen trennte er das Gestein vom Eisen, stellte Äxte, Sägen und Beile her und brachte dem Menschen Haustiere wie Rind, Esel und Schaf. Zudem bestellt und bewässerte er Felder und säte Samen auf diesen aus. Die Bedeutung dessen liegt insofern darin, als dieser frühen Epoche eine starke Entwicklung inne lag.

König Huschang hatte auch einen Sohn Namens Tahmorath auch geschrieben Tahmuras.


Illustration aus einer gekürzten Prosafassung des Schāhnāme aus Kaschmir (18. Jh.); dargestellt ist der mythische König Huschang
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BeitragThema: Kai Kawous   Mi Jun 24, 2009 6:04 pm

Kai Kawous

Kai Kawous (auch Kay Kāvūs, Kaykawous oder Kai Kaus [kəi kɔːˈvuːs]) ist ein mythischer altiranischer König, Bruder des Ārash.

Getrieben von seiner Gier nach Ruhm und Macht, brach er auf, um das Land der Zauberer und Dämonen zu erobern. Durch die Torheit dieses Unterfangens ("er will den Thron der Welt und vermag nicht einmal auf einem Schemel zu sitzen") gelangte das ganze persische Heer in Gefangenschaft und alle wurden mit Blindheit geschlagen. Der Held Rostam befreite ihn mittels seines Sieges über den Dämon; mit dem vergossenen Blut des Dämons, das er in die Augen des Schahs träufelte, wurde dieser wieder sehend. Kai Kawous, nach Rache dürstend, wollte daraufhin das Land mit Plünderungen, Raub und Mord durchziehen. Rostam brachte ihn jedoch zur Vernunft ("Mord gebiert Mord") und von nun an herrschte Frieden bis zum Aufstand der Araber.

Die Vermählung der Königstochter Sudabeh mit dem persischen König ließ den eroberten Monarch von Hamaweran nicht ruhen (Thron und Tochter geraubt), bis er Kai Kawous eine Falle in seinen Palast stellen konnte. Abermals wurde letzterer aus dieser misslichen Lage von Rostam befreit. Die dritte Torheit des Kai Kawous, zum Mond fliegen zu wollen, erforderte die massenweise Züchtung von Adlern. An einem Gestell an welchem die Adler befestigt, wollte er den Himmel erobern. Die Vögel, erschöpft vom Flug, landeten mit ihm unsanft in einem Baum. Dadurch geläutert und vom Volk ausgelacht, kam er zur Ruhe und beherrschte endlich seinen Tatendrang.

Die Prinzen Kāvūs und Ārash wurden schon in den Schriften Zarathustras erwähnt. Wahrscheinlich waren sie Herrscher der antiken arischen Völker, die in Zentralasien und Iran einwanderten und Vorfahren der Baktrier und Sogdier wurden, und somit die Vorfahren der heutigen Perser bzw. Tadschiken.

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BeitragThema: Kaveh   Mi Jun 24, 2009 6:05 pm

Kaveh

Kaveh (auch Kaweh oder Kawa) der Schmied (persisch ‏كاوه آهنگر‎) ist eine Gestalt aus der iranischen Mythologie. Er symbolisiert den Kampf gegen die Tyrannei und gegen Unterdrückung durch fremde Invasoren.

Kaveh soll der Sage nach einen Aufstand der Iraner gegen den grausamen Fürsten Zahak angeführt haben. Die Geschichte des Aufstandes wurde im 10. Jahrhundert in dem Epos Schahname vom persischen Dichter Abū l-Qāsem-e Ferdousī niedergeschrieben. Er verlor 18 Söhne an den Despoten Zahak, bevor er den Aufstand auslöste. Als neuer König wurde Feraidun eingesetzt.

Kaveh benutzte seine Schmiedeschürze als Flagge des Aufstandes. Diese Lederschürze, bekannt als Derafsche Kâviâni (Kavehs Flagge), wurde später mit Juwelen bestickt und wurde zur Staatsflagge des Sassanidenreiches. Im 7. Jahrhundert ist er bei der Niederlage der Sassaniden gegen die islamischen Araber als Kriegsbeute verloren gegangen.

Ferdousi erklärte Zahak als Symbol für die Assyrer. Diese beherrschten auch eine Zeit lang den Westiran. Deren Hauptstadt Ninive wurde am 21. März 612 v.Chr. von Medern und Babyloniern erobert und so das Assyrische Reich für immer beseitigt.

Der 21. März ist auch das Nouruz-Fest, und daher ist Kaveh eng mit diesem Fest verbunden und genießt unter Persern, Kurden und anderen iranischen Völkern großes Ansehen.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Mantikor   Mi Jun 24, 2009 6:08 pm

Mantikor

Der Mantikor (auch: Manticor, Manticore, Manticora, Martichoras) ist ein griechisch-persisches Fabelwesen.

Beschreibung

Der Mantikor ist ein Mischwesen mit dem Gesicht eines Mannes oder Löwen, dem Körper eines Löwen (typischerweise mit rotem Fell), dem Schwanz eines Drachen oder Skorpions und in manchen Darstellungen auch mit Flügeln. Das Maul enthält drei Reihen scharfer Zähne. Der Mantikor kann giftige Stacheln wie Pfeile abfeuern, die das Gift des Upas-Baumes (Antiaris toxicaria) enthalten. In manchen Versionen kann er diese Pfeile auch aus seiner Mähne schießen. Er ist sehr gewandt, kann kraftvolle Sprünge machen und hat eine sehr laute Stimme.

Es heißt, dass er im indischen Dschungel lebt und sich unter anderem auch von Menschen ernährt. Der Mantikor kann sprechen und erreicht die Intelligenz eines Menschen.

Geschichte

Das älteste bekannte Vorkommen dieses Fabelwesens stammt aus persischen Sagen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Das persische Wort martikhoras bedeutet „Menschenfresser“.

Im Mittelalter wurde der Mantikor zum Symbol der Tyrannei, der Unterdrückung und des Neids und schließlich zur Verkörperung des Bösen.


Mantikor aus: Redgrove’s Bygone Beliefs.


Mantikor („Martigora“), Stich von Joannes Johnstonus (1678).


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BeitragThema: Rakhsch   Mi Jun 24, 2009 6:10 pm

Rakhsch

Rakhsh (persisch ‏رخش‎ leuchtend) ist der Hengst des Protagonisten Rostam in dem persischen Nationalepos Schāhnāme von Ferdowsi. Rakhsh ist schneeweiß mit einer rötlichen (Abrash ابرش in Persisch) Mähne. Er ist hochintelligent und seine Treue ist sagenhaft. Aus den zahlreichen Pferdeherden in Zabulistan und Kabulistan, die seinem Vater Zal gehören, wählt Rostam ein Pferd aus, das zwar als einziges kein Brandzeichen trägt, ihm jedoch von Anfang an als "Rostams Rakhsch" bestimmt ist. Als er den Hirten der Herde nach dem Preis des Tieres fragt, lautet die Antwort: "Wenn du Rostam bist, besteige ihn und verteidige das Land Iran. Der Preis dieses Pferdes ist Iran selbst, und auf seinem Rücken wirst du der Retter der Welt sein."

Niemand als Rostam reitet Rakhsh und Rakhsh erkennt niemanden als Rostam als seinen Herrn an. Darüber hinaus ist er das einzige Pferd, das Rostam reiten könnte, denn dessen Stärke und Gewicht würden jedes andere Pferd töten. Dank göttlicher Gnade, die Rostam beschützt, lebt Rakhsh ein ungewöhnlich langes Leben. Rostam und Rakhsh sterben beide durch den Verrat von Rostams Halbbruder Schaghad.


Rostam und Rakhsch.


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BeitragThema: Rostam   Mi Jun 24, 2009 6:14 pm

Rostam

Rostam (persisch ‏رستم‎ Rostam [rosˈtam], arabische Transliteration: Rustam, türkische Transliteration: Rüstem) ist eine mythische Sagengestalt aus dem „Königsbuch“ (Schāhnāme), dem persischen Nationalepos von Firdausi.

Sagengestalt

Der persische Held Rostam, der Prinz von Zabulistan, erblickte mit Hilfe des Wundervogels Simurgh, der dem Vater Zal und der Mutter Rudabeh den Rat gab, ihn mittels Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, das Licht der Welt.

Schon als Junge zeichneten ihn unglaubliche Kraft, Mut und List aus. Die erste Tat des jungen Helden erzählt vom Kampf gegen einen rasenden Elefanten, den er mit einer Keule erschlug. Der Kampf zwischen den Königtümern Iran und Turan bildet einen Großteil der weiteren Abenteuer. Wie Herakles musste Rostam, der mit einem Tigerfell bekleidet war, Aufgaben für den Herrscher bestehen. Indem er einen Zauberer, der den König Irans (Kai Kawous) mit Blindheit schlug, besiegen konnte, gibt er dem Land einen neuen Schah. Als Kämpfer für das Land des Lichtes, Iran, gegen das Land der Finsternis, Turan, führt er Lasso, Keule, Lanze, Köcher und Bogen und Schwert. Er erzog auch den Sohn des Kai Kawous namens Siyawasch.

Untrennbar mit den Erfolgen Rostams verknüpft ist die Unterstützung durch sein treues Pferd Rakhsch, das durch seine übernatürlichen Fähigkeiten immer wieder Rostam die Möglichkeit gibt, sich aus der Bedrängnis zu befreien. Selbstverständlich gehorcht Rakhsch nur seinem Herrn, lässt sich nicht von anderen reiten und beweist fast menschenähnliche Intelligenz und Geschicklichkeit.

Rostam besteht im Laufe der Zeit erfolgreich sieben Abenteuer. Aber auch Tragik umfasst das Epos. Unwissend ersticht Rostam im Zweikampf seinen, mit der Turanerin Tahmine gezeugten, ihm unbekannten Sohn Sohrab. Diesen erkennt er an einem Armreif, den er ihm bei seiner Geburt geschenkt hatte. Ebenso folgt der Tod des Helden, nachdem er älter als 500 Jahre geworden war, durch Verrat seiner Familie.

Wie wichtig diese Sagengestalt für Iran ist, lässt sich an der achämenidischen Königsnekropole ablesen, die den Held im Namen trägt: Naqsch-i Rostam.

Nach Ansicht einiger Iranisten verkörpert er den keulenschwingenden Korosaspa, der wiederum die Inkarnation des arischen Windgottes Vayu erscheint. Nach anderen Meinungen verkörpert er Bahram.

Aufgrund der Ähnlichkeit wird diese Tragödie oft mit dem Hildebrandlied verglichen. Entweder liegt dem Stoff eine indogermanische Ursage zugrunde oder es kann eine direkte Beeinflussung angenommen werden. Auch zur Legende des irischen Kriegerhelden Cú Chulainn weist Rostam starke Übereinstimmungen auf.

Die sieben Arbeiten des Rostam („Haft Ḫāne Rostam“) für Kai Kawous

Der unvernünftige, gierige König Kai Kawous begeht Torheiten aus deren Konsequenzen Rostam ihn befreien muss.

1. Die Erlegung des Löwen aus Nejestan durch Rostams Pferd Rakhsh (bedeutet: Blitz).
2. Die Durchquerung der Wüste.
3. Das Besiegen eines Drachen.
4. Das Vereiteln der bösen Pläne einer Hexe.
5. Die Gewinnung des Olad zum Kampf gegen den weißen Erzdämonen, Dive Sepid. (Nach Bestrafung des Marschalls des Helden Olad und Besiegung Olads verschonte Rostam ihn, falls er mit ihm gegen Dive Sepids Burg zieht.)
6. Der Kampf gegen den Burgvogt des Dive Sepid, Ardschhange Div, bei dem er den Schlüssel zur Festung des weißen Dämonen in seinen Besitz bringt.
7. Die Befreiung Kai Kawous durch Tötung des Dive Sepid. Hiernach setzte er Olad als König von Masandaran ein.

Charakterisierung Rostams durch Tahmine übersetzt von Ehlers

Zitat :
„Ich habe viele Geschichten über dich gehört, die wie märchenhafte Erzählungen klangen. Und daher weiß ich: Du fürchtest dich nicht vor Dîven und Löwen und Panthern und Krokodilen und hast eine starke Hand mit scharfen Krallen. In dunkler Nacht bist du allein nach Turan gekommen, an diese Grenze hier, mutig und ohne zu ermüden. Ganz allein röstest du dir einen Wildesel, und mit deinem scharfen Schwert bringst du die Luft zum Weinen. Wenn sie die Keule in deiner Hand sehen, zerreißt den Löwen das Herz und den Panthern das Fell. Wenn der Adler dein blankes Schwert erblickt, wagt er nicht mehr, das Wild zu jagen. Der Löwe trägt die Spuren deines Lassos, und die Wolke regnet Blut aus Angst vor deiner Lanze. Als ich solche Berichte über dich hörte, erstaunte ich über dich und war voller Bewunderung. Ich sehnte mich nach deinem Körper, deinen Armen und Schultern, und nun hat Gott dich Aufenthalt nehmen lassen in dieser Stadt. Wenn du mich willst, gehöre ich jetzt dir.“

Charakterisierung Rostams durch Tahmine übersetzt von Rückert

Zitat :

„Ich hab’ als Wundersage gehört von jedermann
Die Kund’ unzäl’ger Siege, die deine Hand gewann;
Dass Elefant und Tiger und Krokodil und Leu
Du wie zum Spiel bekämpfest, und trägst vor keinem Scheu.

Du reitest in die Marken von Turan ein zu Nacht,
Schläfst unter deinen Feinden und brauchest keine Wacht.
Von Riesen, Ungeheuern und bösen Geistern hast
Die Länder du zu säubern dir selbst versagt die Rast.

Sich stützt der Schah von Iran auf dich als Stab allein,
Dich scheut der Schah von Turan, Afrasiab, allein.
Die Kämpfe beider Reiche, die sich um dich nur drehn,
Sie raffen tausend Helden, und lassen dich nur stehn.

So hab’ ich, Feind der Türken, vernommen deinen Ruf;
Nun bist du mit gekommen, wie es das Glück mir schuf.“

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BeitragThema: Rudabeh   Mi Jun 24, 2009 6:16 pm

Rudabeh

Rudabeh ist in der persischen Mythologie, nach den Überlieferungen Abū l-Qasem-e Ferdousīs, Tochter des turanischen Herrschers Mihrab und die Prinzessin von Kabul. Sie ist mit Zal verheiratet und ist die Mutter des mächtigen Helden Rustam, Prinz von Zabulistan.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Simurgh   Mi Jun 24, 2009 6:17 pm

Simurgh

Der Simurgh (auch Simurg in Persisch oder Senmurv in Pahlavi) (wörtlich Si=30 und murgh="Huhn") ist ein Fabelwesen der persischen Mythologie. Simurgh bedeutet auch König der Vögel. Er wird als großer weiblicher Falke dargestellt oder als eine Mischung aus Greifvogel, Hund oder Löwe und gilt auch als Schutzvogel.

In zoroastrischen Texten wird erzählt, der Simurgh sitze auf dem Baum aller Samen, dem Saena-Baum, und bewirke durch Flügelschlagen, dass die Samen ausgestreut werden, woraufhin sie durch Wind und Regen auf der Erde verbreitet würden. Jüngeren Legenden zufolge ist Saena mit dem Vogel Simurgh aus späterer Zeit gleichzusetzen; in Ferdousīs Schāhnāme spielt ein ähnlicher Vogel mit übernatürlichen Kräften in der Geschichte von Zal und seinem Sohn Rostam eine wichtige Rolle.

Der Simurgh soll übernatürliche Kräfte haben.


Der Schutzvogel Simurgh auf einer vergoldeten Silberschale (späte sassanidische Zeit, 7.-8. Jh. n. Chr.).
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BeitragThema: Siyawasch   Mi Jun 24, 2009 6:23 pm

Siyawasch

Siyâwasch (persisch ‏سياوش‎) oder Siyawusch oder Siavukhsch ist eine Figur aus dem Epos Schāhnāme des Dichters Firdausi. Er war ein legendärer persischer Prinz aus den frühesten Tagen des persischen Reiches. Er war der Sohn des Kai Kawous, dem Schah des Irans, der wegen des Verrates seiner Stiefmutter Sudabeh nach Turan ins Exil ging und dort unschuldig auf Befehls des turanischen Königs Afrasiab getötet wurde. Er wurde durch seinen Sohn Kai Khosrow gerächt. Er ist ein Symbol für die Unschuld in der persischen Literatur. Sein Name bedeutet wörtlich übersetzt Der eine mit dem schwarzen Pferd. Firdausis Schāhnāme bezeichnet sein Pferd als Schabrang Behzād (persisch ‏شبرنگ بهزاد‎, „Nacht farbendes reinrassiges [Pferd]“)

Frühes Leben

Als Siyâwasch geboren wurde, nahm ihn Rostam mit nach Zabulistan. Als er zwölf Jahre alt war, lehrte ihn Rostam das Reiten, Bogenschießen und den Gebrauch des Lassos. Andere Lehrer lehrten ihn das Hofleben, das Bankett und das Herrschen über das Königreich. Als Siyâwasch jung war, wollte er unbedingt seinen Vater Kai Kawous besuchen und Rostam begleitete seinen Schüler an den königlichen Hof.

Siyâwasch erfüllte Kai Kawous' Erwartungen und wurde herzlich empfangen. In Kai Kawous' Haus speiste Siyâwasch gut. Als sein Vater sah, dass sein Sohn in allem, was er tat, Erfolg hatte, ernannte er ihn zum Herrscher über Tisfun.

Aber eine der Ehefrauen seines Vaters Sudabeh - Tochter des Herrschers von Hamavaran - entwickelte eine Leidenschaft für Siyâwasch. Sudabeh ging zum König, lobte den Charakter seines Sohnes und schlug vor, dass er eine königliche Jungfrau aus ihrer Obhut heiraten solle. Sie bat darum, dass Siyâwasch in den Harem gehen solle, um dort alle Damen zu sehen und eine von ihnen auszusuchen. Der König gestattet dies und unterrichtete Siyâwasch davon, aber Siyâwasch bescheiden und schüchtern vermutete in diesem Angebot eine List Sudabehs und zögerte. Auf Befehl des Königs betrat Siyâwasch schlussendlich den Harem. Bei seinem ersten Besuch schenkte Siyâwasch Sudabeh keine Beachtung und ging direkt zu den anderen Jungfrauen, die ihn auf einem goldenen Stuhl setzten und einige Zeit mit ihm redeten.

Kai Kawous wiederholte seinen Wunsch, dass er sich eine Frau aus dem Harem aussuchen solle, aber Siyâwasch entschuldigte von einem zweiten Besuch im Harem. Sudabeh sandte Hirbad zu Siyâwasch, um ihm zu sagen, dass sie bereit war, ihren Ehemann umzubringen, damit sie legal heiraten können, aber Siyâwasch lehnte dies ab. Ihre wiederholten Annäherungen wurden abgewiesen. Immer wieder abgewiesen, klagte sie Siyâwasch wegen Vergewaltigung vor ihrem Ehemann an.

Als der König dies hörte, dachte er, dass der Tod allein dieses Verbrechen sühnen könne. Der König glaubte zunächst, durch Beriechen der Kleider der beiden die Unschuld seines Sohnes feststellen zu können. Er roch an den Händen Siyâwaschs, die nach Rosenwasser dufteten; und dann am Gewand der Sudabeh, welches stark nach Wein duftete. Nach dieser Erkenntnis beschloss der König den Tod Sudabehs.

Schließlich beschloss er, die Unschuld Siyâwaschs durch ein Gottesurteil festzustellen. Siyâwasch bereitete sich darauf vor, sich diesem schrecklichen Test zu unterziehen, und sagte seinem Vater, dass er sich nicht sorgen müsse. Hundert Karawanen schafften das Holz für zwei gewaltige Scheiterhaufen herbei, die mit einem schmalen Durchlass nebeneinander errichtet und von zehn Männern angezündet wurden. Siyâwasch, mit goldenem Helm gerüstet, weiß gekleidet und wie für ein Begräbnis mit Kampfer gesalbt, bestieg sein schwarzes Ross Schabrang und vermochte nach einem Gebet an den göttlichen Richter unversehrt zwischen den beiden Feuern hindurchzureiten. Sudebah wurde daraufhin auf Verlangen des Volkes zum Tod durch Erhängen verurteilt, aber auf Bitten Siyawasch begnadigt, der trotzdem die Gunst seines Vaters nicht wieder dauerhaft erringen konnte.

Siyâwasch und Afrasiab

Afrasiab bedrohte den Iran wieder mit einer Invasion. Schnelle Kunde wurde vernommen, dass Afrasiab eine Armee versammle, um in den Iran einzufallen; und Kai Kawous sah, dass dieser Tatar weder einen Schwur noch einen Eid einhielt. Kai Kawous wollte ihm diesmal selbst zuvorkommen und bis Balch marschieren und an den Einwohnern ein Exempel statuieren. Siyâwasch bat mitzumachen, und sagte, dass er mit der Hilfe Rostams erfolgreich sein werde. Der König fragte Rostam, der offen sagte, dass der König persönlich nicht am Feldzug teilnehmen müsste. Nach dieser Zusicherung öffnete der König seine Schatzkammer und brachte alle Ressourcen des Reiches für die Ausrüstung der Armee auf. Nach einem Monat marschierte die Armee Richtung Balch, dem Ort des Angriffes.

Auf der anderen Seite tat sich der Herrscher von Balghar Garsiwaz mit den tatarischen Legionen unter dem Kommando von Barman bei Balch zusammen. Beide brachen auf, den persischen Gegner zu bekämpfen, aber nach drei Tagen Kampf ergaben sie sich und wurden gezwungen, ihre Festung zu übergeben. Als Afrasiab von diesem Unglück erfuhr, erinnerte er sich an einen vorherigen Traum. Er träumte von einem Wald umgeben von Schlangen und von einem Himmel, der von Adlern verdunkelt war. Er fragte seine Astrologen, aber diese zögerten, diesen Traum zu deuten. Schließlich sagte ein Deuter namens Saqim, dass Afrasiab innerhalb von drei Tagen verlieren würde. So ließ Afrasiab Garsiwaz mit Geschenken, die aus Pferden, Rüstungen und Schwertern bestanden, zum Hauptquartier des Siyâwaschs schicken und um Frieden bitten.

Siyâwasch war in der Zwischenzeit darauf aus, den Feind über den Amudarja zu jagen. Als Garsiwaz bei ihm erschien, wurde er ehrenhaft empfangen und seine Frage nach Frieden vernommen. Ein geheimes Konzil sollte darüber entscheiden. Es wurden dann später Folgendes von Afrasiab verlangt: Hundert seiner besten Kämpfer als Geiseln und die Rückgabe aller Provinzen, die die Turanier erobert hatten.

Garsiwaz wurde rasch zu Afrasiab geschickt, um ihn zu informieren, und ohne Verspätung wurden die Forderungen umgesetzt. Hundert Kämpfer wurden losgeschickt und Buchara, Samarkand und Haj und der Punjab wurde Siyâwasch übergeben. Afrasiab selber zog sich nach Gungduz zurück.

Die Verhandlungen waren abgeschlossen und Siyâwasch sandte mit Rostam einen Brief an seinen Vater. Kai Kawous war mit den Bedingungen unzufrieden und setzte seinen Sohn Siyâwasch ab. Kai Kawous ernannte Tus zum Führer der persischen Armee und befahl ihm, gegen Afrasiab zu marschieren. Siyâwasch sollte mit den Geiseln zu seinem Vater zurück kehren. Siyâwasch war von diesem Befehl gekränkt und wandte sich für einen Rat an Bahram und Zengueh. Diese sagten ihm, dass er einen Brief an Kai Kawous schreiben solle, indem er seine Bereitschaft für die Erneuerung des Krieges und die Tötung der Geiseln ausdrücken sollte. Aber Siyâwasch dachte daran, dass er sein Versprechen halten müsse, und entschied sich nicht in den Iran zurück zukehren und im Land Turan des Afrasiabs zu bleiben.

Siyâwasch in Turan

In Turan empfing ihn Afrasiab herzlich. Der alte turanische Wesir Piran Visah gab ihm seine Tochter Jurairah zu Frau. Später heiratete Siyâwasch noch Farangis, die Tochter des Afrasiabs. Afrasiab übergab der Braut und ihren Ehemann die Herrschaft über Hotan. In Hotan erbaute Siyâwasch die Stadt Siyâwaschgird und die Burg Gang. Piran Visah und Garsiwaz besuchten beide Siyâwaschs Stadt. Garsiwaz begann Afrasiab vor ihm herab zuwürdigen.

Die Neuigkeiten über Afrasiabs Kriegsvorbereitungen bestätigten Siyâwasch Vermutungen, dass Garsiwaz Recht hatte. Siyâwasch und seine Gefährten kämpften nicht gegen die große gegnerische Armee. Seine Männer wurden alle getötet und geköpft. Frauen wurden als Sklaven nach Kiman gebracht.

Afrasiab selber stellte Siyâwasch und wollte ihn mit einem Pfeil erschießen, aber dann hielt er davon ab. Siyâwasch wurde geköpft. An seinen Tod wird von einigen Persern besonders die in Schiraz am Tag des Siyâwaschun gedacht.


Siyâwasch wird von Sudabeh verführt.


Feuerprobe des Prinzen Siyawasch: Illustration von Riza-yi Musavvir, MS St. Petersburg, Dorn 333, f. 265v, von 1651.


Siyâwasch im Kampf.


Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Sohrab   Mi Jun 24, 2009 6:25 pm

Sohrab

Sohrab (persisch ‏سهراب‎) ist eine Figur aus dem Schahname. Er kommt in der Geschichte Sohrab und Rostam vor. Er war Sohn Rostams (dem größten Helden im Schahname) und Tahmine (Tochter des Königs von Samangan.) Er wurde in der Provinz Samangan geboren (im heutigen Afghanistan), während sein Vater in Iran war.

Er wurde zum größten Held seiner Umgebung und entschied sich nach Iran zu gehen, um seinen Vater Rostam, den er nie getroffen hatte, zum König zu machen.

Afrasiab ergriff die Gelegenheit und schickte Rostam mit einer Armee zu Sohrab. Am Ende tötete Rostam Sohrab, ohne zu wissen, dass er sein Sohn war. Genauso wenig wie Sohrab über Rostams Identität Bescheid wusste.

Quelle: wikipedia
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BeitragThema: Tahmorath   Mi Jun 24, 2009 6:27 pm

Tahmorath

Tahmorath (persisch ‏طهمورث‎, Tahmuras im Schāhnāme, Tachma Urupi), der dritte menschliche König in der persischen Mythologie, Sohn des Hōšang, sollte die Errungenschaften seines Vaters ausweiten. Er herrschte über sieben Länder und über die Dämonen und bösen Geschöpfe. Zudem ritt er auf Angra Mainju in Form eines Pferdes:

Zitat :
„[...]und auf Angra Mainju ritt, der in ein Pferd verwandelt worden war, um die ganze Erde herum, von ihrem einem Ende zum anderen, dreißig Jahr lang“
– Yasht 19, 28f.

Durch sein Motto: „All das, was auf Erden nützlich ist, bringe ich ans Licht der Welt“, schnitt er Wolle vom Rücken der Schafe, und schickte die Menschen an zu spinnen und Kleidung daraus herzustellen. Er gab die Anleitung zur Erzeugung von Teppichen und domestizierte nützliche Vögel wie den Wanderfalken. Ahrimans Dämonen, eifersüchtig auf die Errungenschaften, besiegte er mit List und Kraft. Mit der Bitte um Schonung ihres Lebens brachten die Divs (Bild rechte Seite) dem König das Schreiben bei. Sie lehrten ihn an die dreißig Schriftarten.

Zitat :
„Die gefesselten und niedergeworfenen Gefangenen flehten um ihr Leben.
„Vernicht uns nicht“, sagten sie, „und wir werden Dir eine neue und fruchtbare Kunst beibringen.“
– Zitat I, 22


Illustration aus einer gekürzten Prosafassung des Schāhnāme aus Kaschmir (18. Jh.); dargestellt ist Tahmuras, Bezwinger der Dämonen, der zwei Divs empfängt, die ihn demütig anflehen, ihnen das Leben zu lassen.
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